Förderverein zeigt Unverständnis zur Prioritätenliste des Kreises

Große Betroffenheit herrschte bei den Vorstandsmitgliedern des Fördervereins der Martin-Niemöller-Schule Riedstadt anlässlich  der  Ausführungen von Schulleiter Martin Buhl zu den dringend notwendigen Sanierungs- und Erweiterungsbauten an der Gesamtschule. Obwohl der Schulträger nun unter Berücksichtigung der neuen Schülerprognosen für die Schulentwicklung eine Siebenzügigkeit im Jahrgang festgelegt hat, sieht der Schulleiter nach derzeitigem Diskussionsstand leider keine zeitnahe Umsetzung. Besonders verärgert sind die Verantwortlichen in Riedstadt, das die umfangreiche Bestandsaufnahme in zwei Workshops für den notwendigen Raumbedarf mit dem Beauftragten des Gebäudemanagements und eines externen Architekten unter Berücksichtigung der neuen, zusätzlichen pädagogischen Aufgaben noch nicht vom Kreis aufgegriffen worden sind. Auf Nachfrage merkte Herr Buhl an, dass auf die Dringlichkeitsliste des Kreises für Schulsanierungen und Neu- und Erweiterungsbauten zunächst Maßnahmen an Grundschulen, den Beruflichen Schulen in Groß-Gerau und der Luise-Büchner-Schule Groß-Gerau aufgenommen wurden.

Riedstädter Gesamtschule auf dem Weg zur Naturparkschule

Sehr positiv wirke sich der Status „Selbständige Schule“, den die MNS seit 01.01.2018 führt, für zusätzliche pädagogische Maßnahmen für die Gesamtschule aus, wie Buhl im Rückblick ausführte. Durch die erhöhten Landesmittel können u. a. qualifizierte Experten für die Begleitung von Projekten gewonnen werden. Beispielhaft nannte hier der Schulleiter die Kooperationen  mit der „Büchnerbühne“  in Leeheim und dem Umweltbildungszentrum „Kühkopf-Knoblochsaue“. In enger Abstimmung mit dem Leiter Ralf Baumgärtel ist hier der Antrag auf „Naturparkschule“ für die Riedstädter Gesamtschule auf den Weg gebracht worden. Auch konnte eine Lernfibel für den Naturwissenschaftlichen Bereich erstellt werden.

Ein spannendes Pilotprojekt erlebten die Schülerinnen und Schüler im Jahrgang sechs zum Thema Ernährungsbildung mit dem Großhandelsunternehmen Transgourmet. Das in Riedstadt-Wolfskehlen ansässige Unternehmen, das auch die Mensa der Schule beliefert, möchte ihre Erfahrungen mit den MNS-Schülern zukünftig bundesweit umsetzen. Auch der „Metallbus“ fand wieder große Resonanz.

Gut angenommen wird die neue Außenschachanlage, die der Förderverein initiierte. Vorsitzende Ulrike Zapp überzeugte sich vor Ort. Die Betreuung obliegt den Mitarbeitern im Ganztagsbereich, Daniel Günter und Ute Schaffner. Für eine Fahrt nach Verdun im Jahrgang neun billigte der Vorstand einstimmig einen Zuschuss.

Dem Mensa–Team zollte man Anerkennung und würdigte ihre engagierte Arbeit Hier steht die Vorsitzende im engen Austausch. Für das kommende Schuljahr muss jedoch der Preis für das Mittagessen von bisher 3 € auf 3.50 € angehoben werden.  Seit Einführung der Möglichkeit zum Mittagessen hatte die Schule auf eine Preiserhöhung verzichtet und die steigenden Kosten nicht zu Lasten der Schülerinnen und Schüler umgelegt.

Eine zeitnahe Wiederbeschaffung für den durch Feuer zerstörten „Biberbau“  auf dem großen Schulhof erhofft sich der Vorstand für 2019. In die Findungsphase ist auch der Fachbereich Sport im Rahmen des Projektes „Bewegungsfreundlicher Schulhof“ eingebunden, wie Schulleiter Buhl erklärte. Er lud abschließend den Vorstand zum Adventsnachmittag der Schule am 13.12. in das Musische Zentrum und zum „Tag der offenen Tür“ am 19.01.2019 ein.

i.A. Hans-Jürgen Eßinger, Dir. a.D. (Vorstand FöVe)